Großzügige Spende!
Am 20.7.2011 erhielt der "Kaktus" die großzügige Spende von € 2000, die die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Kreiskandenhauses " Marienhöhe und Bardenberg zur Verfügung stellten. Auf Anregung des Betriebs- und Personalrates werden dort alle krummen Beträge nach dem Komma bei der Auszahlung des Lohnes/Gehaltes als Spende abgegeben und einmal im Jahr an soziale Vereine und Verbände übergeben.
In diesem Jahr ging der Beträg hälftig, je 2000 € an den " Verein Hilfe für das krebskranke Kind" und an den "Kaktus". In Anwesendheit der Klinikleitung übergab der Betriebsrat die Spenden an die Vorsitzende des Kaktus, Hildgarde Lisse und den Leiter der Einrichtung, Josef Karden, die sich beide herzlich bedankten und einen Überblick über die Arbeit des " Kaktus" gaben.
Nochmals herzlichen Dank an all die Vielen, die durch ihre Spende etwas Gutes getan haben und unbürokratische Hilfe ermöglichen!
Machten sich im Rahmen der Klausurtagung ein Bild von der Aachener Jugendeinrichtung „Kaktus“: Armin Bembennek, Eva Steiniger-Bludau, Eva-Maria Voigt-Küppers, Stefan Zimkeit, Dennis Maelzer, Thomas Reißberg, Regina Kopp-Herr, Josef Karden, Marlies Stotz, Wolfgang Jörg und Dietmar Dieckmann (v.l.n.r.). Ein Jahr nach der Landtagswahl kehrte die direkt gewählte Abgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers gemeinsam mit ihren SPD-Fraktionskollegen des Arbeitskreises Familie, Kinder und Jugend an ihre alte Wirkungsstätte zurück: Im Rahmen der gemeinsamen Klausurtagung besuchten die Familienpolitiker den Verein “Kaktus Jugend- und Familienhilfeeinrichtung e.V.”, indem Voigt-Küppers vor ihrem Mandat zehn Jahre mit Jugendlichen gearbeitet hat, die in ihrer Herkunftsfamilie nicht mehr leben konnten. „Den Bezug zur Praxis halten meine Kollegen und ich für die inhaltliche Arbeit enorm wichtig. Der Kaktus ist für die Heimerziehungsarbeit mit seinem einzigartigen dreistufigen Wohnkonzept ein hervorragendes Beispiel“, die die Sozialdemokratin.
Zum Kaktus gehören neun Plätze in einer Jugendwohngemeinschaft, in der Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren selbstständig wohnen, die aus ihrem familiären Umfeld durch das Jugendamt herausgenommen worden sind. Den Jugendlichen stehen Einzelzimmer sowie ein Bezugsbetreuersystem zur Verfügung. Daneben gibt es zwei Plätze im betreuten Einzelwohnen, dem so genannten „Übungswohnen“. Hier leben die Jugendlichen wie in einer eigenen Wohnung völlig selbstständig und müssen ihre Versorgung und ihren Haushalt mit einem Haushaltsgeld täglich selbst organisieren. Die dritte Form ist die Apartmentbetreuung, die bereits älteren Jugendlichen offen steht, die als „Seiteneinsteiger“ in den Kaktus kommen und sich weniger gut in die Form der Gruppenunterbringung einbringen können. weiterlesen
Berlinfahrt vom 11.bis zum 14.Mai 2011-06-26
Die diesjährige Berlinfahrt stand unter dem Motto „25 Jahre Jugendwohngemeinschaft unserer Einrichtung –KAKTUS- Jugend- und Familienhilfeeinrichtungen e.V.“
Auch diesmal sind wir auf Einladung von Ulla Schmidt nach Berlin gefahren.
Das A&O Hostel in Friedrichshain war der Startpunkt für verschiedene Aktionen und Unternehmungen.
Am Mittwoch, unserem Ankunftstag, ging es nach dem einchecken im Hostel und einer kurzen Stärkung erstmal auf Erkundungsfahrt durch Berlin. Mit der S- Bahn gelangten wir zum Alexanderplatz und von dort fuhren wir dann mit der Linie 100 an den bekanntesten Sehenswürdigkeiten vorbei.
Potsdamer Platz, Brandenburger Tor, Freiheitsstatue, Berliner Zoo, Palais Schaumburg, Regierungsviertel usw. vermittelten einen ersten Eindruck von der Stadt Berlin.
Am Donnerstag stand der Besuch des Berliner Zoos auf dem Programm mit anschließender Besichtigung des historischen Nikolaiviertels.
Auch das Shoppen kam nicht zu kurz dabei.
Abends hat unsere Gruppe dann zu Ehren des 25jährigen Bestehens des“Kaktus“ in einem Scenerestaurent in Friedrichshain gespeist.
Am Freitag konnten wir dann an den Besuch in „Vogelsang“ anknüpfen.
Vor dem Besuch des Deutschen Bundestags besichtigten wir die Gedenkstätte – Topographie des Terrors- die an die vielen Millionen ermordeten Juden erinnert- und die aktuelle Ausstellung im unteren Bereich- die die schleichende Ausgrenzung der Juden und schließlich ihre Ermordung verdeutlichte-
Es wurde auf die Bücherverbrennung auf dem Opernplatz am 10.Mai 1933 hingewiesen, die von der Deutschen Studentenschaft durchgeführt wurde.
Das ganze erinnerte fatal an das Zitat von Heinrich Heine „Dies war das Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen“
Bevor wir in den Deutschen Bundestag eingelassen wurden, mussten alle durch eine besonders strenge Sicherheitskontrolle, da noch immer eine erhöhte Sicherheitsstufe galt aufgrund der Terrorwarnungen.
Nachdem wir dies überstanden hatten konnten wir an einer Plenumssitzung als Zuschauer teilnehmen und wurden anschließend von unserer Aachener Abgeordneten Ulla Schmidt zu einem Gespräch empfangen.
Hierbei konnten wir ihr die aktuelle CD und liebe Grüße unseres „Öcher Barden“ Dieter Kaspari überreichen. Die beiden kennen sich schon aus Jugendzeiten.
Nun konnten wir den oberen Teil des Bundestages mit der Glaskuppel erkunden. Da sich der Hunger langsam meldete, freuten sich alle auf den Besuch im Paul- Löbe- Haus, wo wir dann auch köstlich bewirtet wurden.
Zum Abschluss teilte sich die Gruppe. Einige hatten Lust auf eine Erkundungsfahrt per Boot auf den Berliner Kanälen, andere mehr auf shoppen.
Der Ausklang des Tages fand dann im Viertel Friedrichshain statt, da es am anderen Tag wieder Richtung Heimat ging.
Da die Abfahrt erst nach der Mittagszeit feststand, konnte der Vormittag noch zur Erkundung des Bahnhofsviertels genutzt werden.
Dann ging es los Richtung Aachen, wo wir abends zufrieden und geschafft ob aller dieser Eindrücke ankamen.
Wir freuen uns schon jetzt auf einen nächsten Besuch!
Hier die Bilder von unserer Berlinfahrt 2011
Besuch der „Ordensburg“ Vogelsang am 08.April 2011-06-22
Wie fast jedes Jahr sind wir mit unseren Jugendlichen auch diesmal in die Eifel zur sogenannten „Ordensburg“ Vogelsang gefahren.
Diesmal wurde die Fahrt unter dem Motto Toleranz durchgeführt.
Da in unserer Gruppe zur Zeit auch viele Jugendliche leben, die aus den verschiedensten Ländern stammen (Republik Kongo, Togo, Vietnam, Libanon, Syrien, Russland), lag unser Schwerpunkt eher auf Toleranz gegenüber anders Denkenden oder anders Gläubigen usw.
Die Jugendlichen wurden in Gesprächen auf den Wohngruppenabenden und mit Unterstützung durch Filmmaterial auf dieses Thema und den Besuch der „Ordensburg“ Vogelsang vorbereitet.
Wir konnten einen kompetenten „Führer“ Herrn Heinz Zoren für die Besichtigung der Anlage gewinnen.
Da Herr Zoren auch im Aachener Jugendamt tätig ist, hatte er genügend Erfahrung und Geschick, um unsere Jugendlichen für dieses Thema zu interessieren.
Er hat bei einem zweistündigen Rundgang fast die gesamte Anlage gezeigt und erläutert, welche Menschenverachtende Ideologie in dieser Nazianlage vermittelt wurde.
Nach dieser Ideologie hätten selbst führende Nazigrößen nicht mehr das Recht auf ein unversehrtes Leben gehabt.
Weder der „(VerFührer)“ Adolf Hitler (psychisch krank und Parkinsonpatient) noch der Propagandaminister Joseph Göbbels (er hatte eine angeborene Fußmissbildung, wodurch er noch nicht einmal zur Deutschen Wehrmacht eingezogen werden konnte) und auch nicht der Verteidigungsminister Hermann Göring (Fettleibig und Drogenabhängig) entsprachen den eigenen Ansprüche vom heldenhaften Germanen und Übermenschen.
Diese Reihe ließe sich beliebig fortsetzen.
In einer Gesellschaft mit christlichen Grundsätzen, hätten die oben genannten sicherlich Hilfe, Beratung und Unterstützung für ihre Gebrechen erfahren.
So trieben sie ihren Wahnsinn voran, was fast 60 Millionen Menschen das Leben gekostet hat.
Zum Ende schlug Herr Zoren dann den Bogen zur heutigen Zeit. Er gab uns Tipps, durch die man auch eine Naziideologie, die sich in modernem Gewand versteckt, erkennen kann. - Durch die Ablehnung der international anerkannten Menschenrechte
- Durch die Ablehnung der Demokratie
- Durch rassistisches Gedankengut
Nachdem wir die Führung durch ein gemeinsames Essen ausklingen ließen, fuhren wir sehr nachdenklich zur Einrichtung zurück.
Hier einige Bilder von unserem Besuch in Vogelsang
Pressemitteilung: Vaalser Grenze: Umbauplanung fiel bei den Bürgern glatt durch
SPD-Fraktionssitzung „Vor Ort“ offenbarte großen Informationsbedarf und starke Ablehnung der derzeitigen Planung Heiß diskutiert wurden am Montag Abend im „Konradkeller“ der Pfarrgemeinde St. Konrad die Pläne für den Umbau der Vaalser Grenze. Die SPD-Ratsfraktion Aachen hatte zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung eingeladen und über 100 Anwohnerinnen und Anwohner kamen. Städteplanerin Edith Prenger Berninghoff vom Stadtplanungsamt informierte anhand von Plänen sachkundig die zum Teil dicht gedrängt stehenden Bürgerinnen und Bürger über den aktuellen Stand der Planung. Die anschließenden Frage- und Diskussionsrunden machten deutlich, dass ein großzügig dimensionierter Kreisverkehr (Durchmesser 26 m) an der Vaalser Straße, der den „Öcher-Longwajongs“ als Buswende dienen kann, bei den Anwohnerinnen und Anwohnern auf einhellige Ablehnung stieß. Weiter ...
Berlinfahrt der Wohngruppe Kaktus Jugendhilfeeinrichtungen e.V. Mai 2009
Dass Berlin immer wieder eine Reise wert ist, stellten Bewohner und Betreuer der Jugendwohngruppe Kaktus einhellig fest, als sie wieder einmal die Gelegenheit hatten - auf Einladung der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt – die Hauptstadt zu besuchen.
Diesmal stand die Reise unter einem ganz besonderen Motto: Sechzig Jahre Bundesrepublik Deutschland, Zwanzigster Jahrestag des Deutschen Mauerfalls. Überall war das spürbar. Sechzig Jahre Geschichte einer jungen Republik, die sich aus der Asche einer verheerenden Diktatur entwickelt hatte.
Nachdem die Gruppe nach komfortabler Anreise mit der Bahn ihr Quartier im Jugendgästehaus in Lichterfelde bezogen hatte, ging es auf einen ersten Rundgang durch Berlins beeindruckende City. Hier schon wurde spürbar, wie häufig diese eigentlich junge Stadt Mittelpunkt von Weltgeschichte war. Vorbei an Preußens Glanz und Gloria, zu den wichtigen Schauplätzen der Weimarer Republik, den Mahnmalen des dritten Reiches bis hin zu bekannten Orten der beiden deutschen Staaten, deren Nebeneinander nirgendwo so spürbar war wie hier, führte die Wanderung. Auch die Überreste der Mauer oder das neu entstandene Viertel am Potsdamer Platz standen zur Entdeckung.
Das Nikolaiviertel, die kleine Keimzelle der heute so gigantischen wie lebendigen Stadt, Unter den Linden, die Prachtstrasse der preußischen Könige, der Gendarmenmarkt mit deutschem und französischem Dom, die Museumsinsel waren ebenso Bestandteil der ersten Tour durch die Geschichte wie der Reichstag oder die Reste der Mauer und der Potsdamer Platz. Ganz besondere Aufmerksamkeit fand natürlich das Brandenburger Tor, das als Hintergrund zahlreicher Erinnerungsphotos herhalten musste.
Tief beeindruckt zeigten sich die Jugendlichen, als sie vor dem Mahnmal der Bücherverbrennung auf dem Vorplatz der Humboldt-Universität standen. Die leeren Bücherregale – die einem Grab gleich – in der Tiefe des Platzes versenkt sind und über eine Glasplatte zu betrachten sind, gaben ihnen einen ersten Eindruck wie abscheulich und menschenverachtend das Dritte Reich war. Ergänzt wurde dieser Eindruck durch einen Gang durch die Topographie des Terrors und dem Mahnmal für die vielen ermordeten Juden durch das nationalsozialistische Terrorregime.
Höhepunkt der Reise war ein Besuch des Reichstages. Hier konnten die Jugendlichen und Betreuer einer ganz besonderen Debatte beiwohnen. Von Prominenten der Politik wie Wolfgang Gerhardt (FDP), Hertha Däubler-Gmelin (SPD), Oskar Lafontaine (Die Linke) oder Renate Künast (Bündnis 90 Die Grünen), hörten sie die Beiträge zur Generaldebatte „Sechzig Jahre Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland“. Bei dieser wichtigen historischen Debatte herrschte Anwesenheitspflicht für die Abgeordneten, so dass sowohl im Plenarsaal als auch auf der Regierungsbank Betriebsamkeit auffiel. Sogar die Bundeskanzlerin Angela Merkel war zu beobachten, als sie zunächst den Beiträgen der Redner interessiert zuhörte, dann doch das ein oder andere informelle Gespräch am Rande führte. Abgeschlossen wurde dieser Termin durch ein Gespräch mit einem Mitarbeiter der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Die Ministerin selbst konnte leider bei dieser Diskussion nicht anwesend sein, da sie bei der Debatte bleiben musste. Viele interessante Dinge aus dem Leben einer Politikerin erfuhren die Jugendlichen. Und von dem Geschilderten beeindruckt, zeigten sie reges Interesse und stellten viele Fragen.
Als kleines Geschenk übereichten einer unserer Jugendlichen eine Cd unserer altbewährten „Öcher“ Bluesgruppe unter der Leitung von Dieter Kaspari, der Aachener Antwort auf BAP!
Ein Rundgang durch die Kuppel – mit phänomenalem Blick auf die Stadt, denn die Sonne strahlte, sowie ein Essen im Abgeordnetenhaus rundeten den Besuch der Regierungsstätten ab. Nach diesem durchaus anstrengenden Teil kam natürlich auch die Freizeit nicht zu kurz: Bootsfahrt oder Shoppingtour standen zur Auswahl und jeder konnte seinen Spaß finden.
Abschluss der Reise waren ein Besuch in der Jüdischen Synagoge, im Schloss Sanssouci und in Potsdam. Von den vielen Eindrücken geschafft, trat die Gruppe die Rückreise zum Kaktus an.
Besuch der ehemaligen Nazi- Ordensburg Vogelsang
im Februar 2009
Nicht nur die Außentemperaturen des späten Winters sondern auch die zu Stein gewordene Ideologie der Nationalsozialisten ließen frösteln, als Jugendliche und Betreuer der Jugendwohngruppe Kaktus die Ordensburg Vogelsang im Nationalpark Eifel kürzlich besuchten.
Zum dritten Mal in Folge besuchte eine Jugendgruppe der Jugendhilfeeinrichtungen Kaktus e.V. die Ordensburg Vogelsang. Von 1936 bis 1939 diente die Anlage bei Gemünd in der Eifel den Nationalsozialisten als Schulungsstätte für den Nachwuchs ihrer Führungskader.
Der unter Denkmalschutz stehende Teil der Bauwerke gilt nach den Parteitagsbauten in Nürnberg mit fast 100 ha bebauter Fläche als größte bauliche Hinterlassenschaft des Nationalsozialisten in Deutschland. Mit welchen Mitteln Hitler seinen Herrschaftsanspruch über die ganze Welt Wirklichkeit werden lassen wollte, erfuhren die Jugendlichen bei einer Führung über das beeindruckende Gelände, das sich oberhalb der Urfttalsperre erstreckt.
Am 24.April 1936 wurde Vogelsang – als eine von drei Ordensburgen – in einem Festakt an Adolf Hitler übergeben. Wenig später rückten die ersten 50 NS-Junker auf Vogelsang ein. Lehrgangsteilnehmer kamen aus ganz Deutschland. Sie waren auf Vorschlag der Gauleitung von Robert Ley handverlesen ausgewählt worden. Die meisten waren Mitte zwanzig. Voraussetzung waren erste „Bewährung“ in der Parteiarbeit, völlige körperliche Gesundheit, Arbeits- und Militärdienst sowie ein Abstammungsnachweis. Schulische Vorleistungen interessierten hingegen überhaupt nicht. Den Bewerbern war bei ihrem Eintritt versprochen worden, dass sie nach Abschluss der Ausbildung jedes Regierungs- und Verwaltungsamt in Deutschland bekleiden könnten.
Der Stundenplan sah vor: 6.00 Uhr Frühsport, 7.00 Uhr Fahnenappell, 8.00 bis 10.00 Uhr Arbeitsgemeinschaften, 10.00 bis 12.00 Vortrag im großen Hörsaal , nachmittags Sport, 17.00 bis 18.30 Arbeitsgemeinschaften, 22.00 Uhr Zapfenstreich.
In den Vorlesungen wurden die „Junker“ zu den Themen „NS - Rassenkunde“ und „Geo-Politik“ mit den aggressiven außenpolitischen und rassistischen Thesen des NS - Regimes indoktriniert.
In den noch erhaltenen Mannschaftsräumen konnten die Jugendlichen selbst spüren, dass den Absolventen der Lehrgänge jegliche eigene Identität und Privatsphäre genommen wurde, blieb ihnen doch nicht mehr Platz als ihr Bett und ein Schrank. Besonders erschreckend für die Jugendlichen des Kaktus war, dass 1944 ein Wehrertüchtigungslager, in dem 15 bis 16 Jahre alte Jugendliche – also für sie Gleichaltrige - aus der Hitler-Jugend militärisch ausgebildet wurden. Diese Jugendlichen – fast noch Kinder - wurden dann tatsächlich in den schon fast verlorenen Krieg geschickt.
Mit drei Themenabenden waren die Jugendlichen auf das Thema Nationalsozialismus vorbereitet worden. Auch Themen wie Fremdenfeindlichkeit wurden hierbei behandelt. Filme wie „Die Welle“ und „Napola“ wurden zur Veranschaulichung geschaut und besprochen.
Fazit aus diesen Themenabenden und dem Besuch der Ordensburg war, dass eine Ideologie wie des Nationalsozialismus nie mehr Hand greifen darf, deshalb unterstützen die Jugendlichen und die Mitarbeiter der Jugendhilfeeinrichtungen Kaktus e.V. auch der Stadt Aachen : „Wir sind Aachen. Nazis sind es nicht.“
Aachen, den 25.3.2009
Betriebsausflug 2008
Jedes Jahr veranstaltet die Einrichtung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen gemeinsamen Betriebsausflug um allen die Möglichkeit zu geben, sich in einem entspannten Rahmen auszutauschen und die kollegialen Beziehungen zu vertiefen.
Das erhöht das Betriebsklima und bekanntlich auch die Freude, sich für die Einrichtung zu engagieren.
In diesem Jahr ging es nach Maastricht (NL). Nach gemeinsamer Busfahrt von Aachen- Vaalserquartier bis zum Maastrichter Zentrum ging es dann weiter mit einem Ausflugsboot auf der Maas durch vier Schleusen.
Hier genossen alle über vier Stunden lang die schöne Landschaft bei angenehmen Gesprächen bei Speis und Trank.
Als diese Fahrt zu Ende war, genossen alle erstmal die romantische Stadt Maastricht. Hier gibt es viele historische Gebäude, Geschäfte und stilvolle Kneipen zu bewundern.
Zum Ausklang wurde in einem zentral gelegenen türkischen Restaurant gespeist mit Ausblick auf das wunderschöne Rathaus auf dem Marktplatz.
Danach ging es dann wieder nach Aachen!
Während des Ausfluges wurden unsere Jugendlichen durch eine erfahrene Fachkraft betreut.
Finanziert wurde das Ganze durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die Betriebskasse!
Das Bild zeigt alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in folgender Reihenfolge von links nach rechts: Gabi Langenhorst (Flex), Eva Voigt Küppers (WG/BEW), Linda Uerlings (WG/BEW), Melanie Prauser (WG/BEW), Denise Ophoven (WG/BEW), Eckhard Schenk (WG/BEW), Tanja Banz (WG/BEW), Josef Bodden (Verwaltung), Johannes Berners (Flex), Dirk Remmler (Flex), Marie Lisse (Flex/ Leitung), Gabi Poddig (Flex), Josef Karden (Gesamtleitung)
Berlinfahrt 2008
Zum dritten Mal sind unsere Jugendlichen mit ihren Betreuerinnen und Betreuern auf Einladung unserer Ministerin für Gesundheit, Ulla Schmidt, MdB, nach Berlin eingeladen worden.
Auch diesmal wurde der Besuch im Deutschen Reichstag in ein Rahmenprogramm eingebunden.
Unsere Gruppe kam am Mittwoch dem 21.05.2008 am Tag vor dem Besuch im Reichstag, in Berlin an und bezog ihr Quartier im A&O Hostel Friedrichshain:
Nach einer kleinen Stärkung ging es dann zum Schloss Charlottenburg und einer anschließenden Erkundung der Umgebung.
Am darauf folgenden Donnerstag hatte die Gruppe volles Programm! Um 9.30h mussten alle sich zur Anmeldung am Reichstagsgebäude einfinden. Nach dem Einchecken ging es dann zur Besuchertribüne, wo eine Referentin einen informativen Vortrag über die Arbeit des Deutschen Bundestages hielt. Anschließend konnten wir die Reichstagskuppel besichtigen und einen tollen Ausblick über Berlin genießen. Was bei dem tollen Wetter auch nicht schwer fiel.
Danach war die Gruppe ins Paul- Löbe- Haus eingeladen, das in direkter Nachbarschaft zum Deutschen Reichstag liegt.
Dort trafen wir auf unsere Ministerin Ulla Schmidt, die sich fast eine Stunde Zeit nahm, um unsere Fragen zu beantworten.
Zum Dank überreichten zwei Jugendliche im Namen der Gruppe eine Dankeskarte und eine CD von der Aachener Band „blu `heat- Öcher Blues Bülle“ mit den Musikern Dieter Kaspari, Günter Krause und Franz Brandt.
Nach dem Gespräch waren wir noch zum Essen im Paul- Löbe- Haus eingeladen.
Danach ging das Berlin- Programm weiter mit Besichtigungen vom Brandenburger Tor, einer Bootsrundfahrt, und reichliche Erkundungen zu Fuß.
Abends war dann für die meisten „Disco angesagt“.
Am Freitag Mittag ging es dann wieder Richtung Heimat Aachen und alle kamen müde aber zufrieden gegen Abend wieder an.
 - Gesundheitsministerin Ulla Schmidt MdB im Gespräch mit den Jugendlichen
 - diese CD überreichten die Jugendlichen Ulla Schmidt als Gastgeschenk
Informationsveranstaltung über den Nationalsozialismus
Am 11. Januar 2008 veranstaltete der Kaktus für die Jugendlichen eine Diskussion und eine komplette Rundführung über das Gelände von Vogelsang! Zusätzlich fand eine Sonderausstellung statt über "Jugend im dritten Reich" unter dem Namen: Verführt. Verleitet. Verheizt. Das kurze Leben des Hitlerjungen Paul B. Die Referentin bzw. Rundführerin hieß Martina Strümpfel. Sie sprach über den Sinn und Zweck der Errichtung dieser so genannten Ordensburg Vogelsang. Hier hatten die Nazis eine Kaderschmiede errichtet, wo den so genannten Junkern die Ideologie des Übermenschen usw. eingebläut werden sollte! Die "Ordensburg" Vogelsang liegt im Gebiet von Schleiden und ist Teil des Nationalparks Nordeifel! Sie wurde 1936 in Betrieb genommen, nach Ausbruch des 2. Weltkriegs ein Jahr stillgelegt und bis zur Einnahme durch die Amerikaner als so genannte Hitlerschule genutzt. Nach dem Krieg haben die Engländer das Gebiet zum militärischen Sperrbezirk ernannt und 1950 an die belgischen Truppen übergeben, die es bis Ende 2005 nutzten.
Ab 01.01.2006 ist das Gebiet für die Zivilbevölkerung zugänglich! Planung für die Zukunft:
Die Räumlichkeiten nutzen für: Wechselausstellungen, ein NS- Dokumentationszentrum, Jugendherberge, Nationalparkzentrum, Besucherzentrum usw. Sinn und Zweck der Veranstaltung war es, den Jugendlichen das Leben ihrer Altersgenossen unter einem totalitären Regime zu vermitteln. Die meisten Jugendlichen nahmen das Thema mit großen Interesse auf und löcherten Frau Strümpfel mit vielen Fragen.
Von den MitarbeiterInnen sind mitgefahren: Eva- Maria Voigt-Küppers, Tanja Banz, Denise Ophoven, Melanie Prauser, Linda Uerings, Eckhard Schenk u. Josef Karden.
Einige Bilder der ehemaligen NS Ordensburg Vogelsang
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